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Ozora

Das italienische Burgschloss


Willkommen bei unserem kleinen, virtuellen Rundgang durch die Umgebung unserer Ferienwohnung in Csopak am Plattensee und seine wunderschöne Umgebung. Folgen Sie einfach den Markierungen im untenstehenden Bild oder springen Sie im Menü direkt zu Ihrer gewünschten Station.

Nach Veszprém

Die Burg von Philippo Scolari

Das kleine Dorf namens Ozora hat nicht mehr als ca. 1700 Einwohner und liegt abgelegen im Herzen der ungarische Hügellandschaft des Komitats Tolna, südlich vom Plattensee. Berühmt ist dieses Ort einerseits für sein große Musikfestival, welches jedes Jahr große Mengen an Hippis und Musikliebhabern in diese vergessene Landschaft zieht und für einen einzigartigen Festungsbau von Philippo Scolari aus dem 14. Jahrhundert.

Sein ungarischer Name lautet Pipo Ozorai. Er war ein berüchtigter „Türkenschläger“, der ursprünglich in Florenz geboren ist und mit insgesamt 18 siegreichen Kämpfen gegen die Türken in Ungarn berühmt wurde. Kein Wunder, daß er die besondere Hochachtung des Königs genoss und große Ländereien als Belohnung bekam.

Ein Stück florentinisches Renaissance

Nach Ozora kam er durch Heirat und aus seinem hohen Einkommen ließ er hier eine mächtige Burg erbauen. Der ursprüngliche Baustil war mehr gotisch, aber auf jeden Fall ein Stück Italien im ungarischen Königreich - denn der reiche Pipo scheute keine Kosten und ließ das Burgschloss von italienischen Baumeistern errichten. Für seinen Teich ließ er das Wasser aus dem 20 km entfernten Plattensee liefern. Das galt in der damaligen Zeit auch als richtiger Luxus.

Heute sieht man nur noch wenig von der originalen Form oder der Einrichtung. Wie die meisten ungarischen Schlösser und Burgen, verschonte die Zeit und der Mensch die Burg von Ozora auch nicht. Die späteren Besitzer bauten die Burg im Stil der Renaissance um. Doch nach der Zerstörung durch die Türken und die Einheimischen blieb nicht viel davon übrig. Die größten Schäden erlitt sie im 20. Jahrhundert, als die Burg als Kornspeicher diente. Dabei wurden alle Fenster zugemauert und das Gebäude zerfiel. Im Jahre 2007 griff dann die Verwaltung der Nationalen Denkmäler ein und die Renovierungsarbeiten wurden aufgenommen. Die knappe Stunde Fahrzeit von Siófok aus rentiert sich auf jeden Fall!